Aktuelles

05. August 2015

Prozess in Celle: Mit Bild oder ohne?

Darf der Angeklagte des IS-Prozesses mit Bild gezeigt werden? Die BILD-Zeitung sagt ja und widersetzte sich der Anordnung des Celler Oberlandesgericht. Für den Presserat nimmt Geschäftsführer Lutz Tillmanns in einem Interview mit der BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG zu dem Vorgang Stellung. mehr lesen

g.

02. August 2015

Manuel Neuer mit Werbebotschaften im Kicker-Sonderheft

Das Interview von Torwart Manuel Neuer im KICKER-Sonderheft wirft presseethische Fragen auf. Insbesondere die Passage, in der er über seine Werbepartner spricht. Nach Ziffer 7 des Pressekodex dürfen Hinweise auf Unternehmen nicht über ein begründetes, öffentliches Interesse hinausgehen und damit die...mehr lesen

Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Presserats-Referentin Edda Eick nimmt im TAGESSPIEGEL zu dem Fall Stellung.

21. Juli 2015

"Media running amok?" - Lehrfilm für Journalisten erschienen

Die Freie Universität Berlin und das Dart Center Deutschland/Europe haben einen Lehrfilm zum Umgang von Medien mit der Darstellung sogenannter hochexpressiver, zielgerichteter Gewalt erstellt. Am Beispiel der Berichterstattung über den Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden, bei dem am...mehr lesen

11. März 2009 16 Menschen ums Leben kamen, erläutern Betroffene und Experten, wie sich das Verhalten der Medien und deren Berichterstattung auf die Menschen auswirkt. Die Dokumentation trägt den Titel „media running amok?“ und dauert 23 Minuten. Hier geht es zum Trailer

Hochexpressive Gewalttaten können sich jederzeit ereignen, wie zuletzt das Flugzeugunglück einer Germanwings-Maschine im März 2015 gezeigt hat. Die Dokumentation zeigt deshalb auch, wie Journalisten über solche Ereignisse qualitativ, professionell und verantwortungsvoll berichten können, ohne dabei Betroffenen und Angehörigen zu schaden und ethische Grenzen zu überschreiten. Zudem wird deutlich, wie sich das Verhalten der Medien und die Berichterstattung auf Betroffene auswirkt und Gewalttaten durch Täterdarstellungen sogar gefördert werden können. Bislang gibt es in der Aus- und Fortbildung von Journalisten wenig Kenntnis darüber.

Der Film wird vom Deutschen Presserat und dem Aktionsbündnis Winnenden unterstützt. Er entstand im Rahmen des Projektes TARGET (Tat- und Fallanalysen hochexpressiver, zielgerichteter Gewalt), ein Forschungsverbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.
Der Film kann bei der Freien Universität Berlin kostenlos angefordert werden. Er ist für die Aus-, Fort- und Weiterbildung Medienschaffender einsetzbar.
 
Weitere Informationen:
Target-Forschungsverbund: Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie, Freie Universität Berlin, (030) 838 - 55593, info@target-projekt.de

Dart Center Europe/Deutschland: Petra Tabeling (0221) 2780814, petra.tabeling@dartcenter.org

01. April 2015

Absturz 4U9525: Mehr als 400 Beschwerden

Acht Tage nach dem Absturz des Germanwings-Flugs 4U9525  liegen dem Deutschen Presserat mehr als 400 Beschwerden über die Berichterstattung zu diesem Thema vor. Diese Beschwerden betreffen verschiedene Veröffentlichungen, in denen die Beschwerdeführer mögliche Verstöße gegen den Pressekodex sehen....mehr lesen

Der Deutsche Presserat bearbeitet diese Beschwerden gewissenhaft, denn nur dann können die Beschwerdeausschüsse eine fundierte Entscheidung über die Begründetheit oder Unbegründetheit der jeweiligen Fälle treffen.

Ferner bitten wir um Verständnis dafür, dass Beschwerden, die sich pauschal gegen die Berichterstattung der Medien richten, nicht bearbeitet werden können.

27. November 2014

Presse nicht von Vorurteilen bestimmt

In einem Interview für die Webseite "evangelisch.de" erläutert der Geschäftsführer des Deutschen Presserats, Lutz Tillmanns, warum die Presse in Deutschland nicht von Vorurteilen gegenüber Minderheiten bestimmt ist. Anlass des Gesprächs ist das Mediensymposium über diskriminierungsfreie...mehr lesen

Berichterstattung, das der Presserat zusammen mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma am 5. November 2014 in Berlin durchgeführt hat. "Es gibt aus meiner Sicht keine strukturellen breitflächigen Diskriminierungen und Vorurteile in der Presse", so Lutz Tillmanns. Das vorsätzliche Diskriminieren und Verbreiten von Stereotypen sei in Redaktionen die Ausnahme. Es gebe aber Fälle, in denen Berichterstattungen in ihrer Wirkung Vorurteile unterstützen würden, die in der Gesellschaft existieren, mitunter durch auch durch Pauschalisierungen, die mehr oder weniger unbewusst erfolgen.


Das vollständige Interview finden Sie hier.