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Beschwerde von Franco A. geht ins Leere

Vorwürfe gegen Redaktion einer Wochenzeitung sind nicht gerechtfertigt

Eine politische Wochenzeitung veröffentlicht gedruckt und online den Beitrag „Gut getarnt“. Darin geht es um den Fall des ehemaligen Bundeswehrsoldaten Franco A., der sich als syrischer Asylbewerber ausgegeben hatte. Der Mann stand seinerzeit unter dem Verdacht der Bundesanwaltschaft, rechtsterroristische Anschläge in Deutschland verüben zu wollen. Die Autorin des Beitrages stützt sich auf diverse Quellen. Unter anderem erwähnt sie zwei Treffen, die sie mit Franco A. gehabt habe. So sei er 2019 unangekündigt vor einem Café in Berlin aufgetaucht. Ein weiteres Treffen habe vor einem Bundeswehrladen stattgefunden. Von dort seien Franco A. und die Autorin durch den Tiergarten bis zu einer Bank vor das Kanzleramt gelaufen. Beschwerdeführer ist Franco A., der sich anwaltlich vertreten lässt. Er vermutet Verstöße gegen die Präambel, sowie die Ziffern 1 (Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde) und 4 (Grenzen der Recherche) des Pressekodex. Der ehemalige Bundeswehrsoldat kritisiert das Verhalten der Autorin. Der von ihr verfasste Artikel sei mit Falschbehauptungen, Übertreibungen, sowie Inhalten des „besonders geschützten Bereichs privater Lebensführung“ gespickt. Der Presserat entscheidet, dass die Beschwerde unbegründet ist. Dagegen erhebt der Beschwerdeführer Einspruch.