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Vertraulichkeit

Mängel in drei namentlich genannten Atomkraftwerken sind das Thema eines Zeitungsberichts. Vom Pfusch beim Reaktorbau, von Manipulation und Suff ist die Rede. Zitiert wird der ehemalige Koordinator für Sicherheitsüberprüfungen, der sich aus Gewissensgründen bei der Redaktion gemeldet hat., um auf gravierende Mängel bei der Sicherheit hinzuweisen. Sein Foto wird veröffentlicht, sein Vorname, sein abgekürzter Nachname und sein Alter werden genannt. Damit sei er bewusst Risiken ausgesetzt worden, heißt es in einer Beschwerde beim Deutschen Presserat. Die Zeitung habe zugesichert, dass er als Informant ungenannt bleibe. Die Redaktion bestreitet das. Das Foto sei mit dem Einverständnis des Betroffenen gemacht worden. Und die später gegebene Zusage, den vollen Namen nicht zu erwähnen, sei an die Bereitschaft des Informanten gekoppelt gewesen, eine eidesstattliche Erklärung zu seinen Vorwürfen abzugeben. Diese Erklärung habe die Redaktion nicht erreicht. (1993).