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Ein Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Familie ruft den Deutschen Presserat an, um sich über eine Boulevardzeitung zu beschweren: Zwei Reporter des Blattes sollen sich in ein Krankenhaus eingeschlichen haben, um eine Frau zu interviewen, die sich dort in psychiatrischer Behandlung befindet. Die Frau hatte zweieinhalb Jahre mit ihrem toten Ehemann in einer Wohnung gelebt. Die beiden Journalisten sollen sich zunächst als Bekannte der Patientin, dieser selbst als Bedienstete eines Bestattungsinstituts ausgegeben haben. Anschließend sei in geschmackloser Weise über diesen sozial schwierigen Fall berichtet worden. Die Redaktion erklärt; beide Mitarbeiter hätten sich korrekt als Journalisten ausgegeben. Die Frau habe ich ohne Einschränkung für ein Gespräch zur Verfügung gestellt und sei auch bereit gewesen, sich im Hinblick auf eine Veröffentlichung fotografieren zulassen. (1993)