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Der Deutsche Presserat trauert um sein langjähriges Mitglied, den ehemaligen Chefredakteur der Rhein-Zeitung Horst Schilling, der am vergangenen Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben ist.

„Mit Horst Schilling verlieren wir einen Journalisten, der sich in seinem gesamten Berufsleben für die Vermittlung und Umsetzung ethischer Grundsätze in der journalistischen Praxis eingesetzt hat“, so die Sprecherin des Presserats Kirsten von Hutten. Der Presserat spricht der Familie von Horst Schilling seine Anteilnahme aus.

Als Mitglied im Beschwerdeausschuss gestaltete Schilling von 1985 bis 1996 nicht nur die Spruchpraxis des Presserats maßgeblich mit, sondern vermittelte diese auch in der Aus- und Fortbildung an Kolleginnen und Kollegen. Zudem baute er eine fortlaufende Datenbank mit den vom Presserat getroffenen Entscheidungen auf, die bis heute eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Presse ist.

Als Presserats-Sprecher von 1991 bis 1992 und 1995 bis 1996 setzte Horst Schilling sich u.a. für die Verhaltensgrundsätze zwischen Presse und Polizei ein, die nach der Geiselnahme von Gladbeck vereinbart wurden. Zudem vernetzte er sich mit den öffentlich-rechtlichen Sendern zu presseethischen Fragen und wirkte damit weit über sein Amt im Presserat hinaus.

 

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