Pressemitteilungen und Aktuelles

Presseethik zwischen Jugendschutz und Pressefreiheit

Am 22.09.2004 veranstaltet der Deutsche Presserat ein medienöffentliches Hearing zum Thema Gewaltfotos.

War es vor einigen Jahren noch undenkbar, das Foto eines abgeschlagenen Kopfes in Großformat und Farbe auf Zeitungsseiten zu stellen, so geschieht dies heute. Der Presserat hat sich in seinen jüngsten Sitzungen mit einer ganzen Reihe von Fotos beschäftigt, die Tote oder Verletzte zeigen. Von der Leiche eines Gleisarbeiters bis hin zu Opfern von Anschlägen oder Gefangenen, denen Leid angetan wird – die Darstellungen muten für manchen Leser sehr grausam an.

Der Deutsche Presserat nimmt diese Fälle zum Anlass, mit verschiedenen Fachleuten über den Sinn und Zweck solcher Fotos zu sprechen. Zusammen mit Wissenschaftlern, Jugendschutzexperten und Journalisten aus verschiedenen Medien soll über die Wirkung auf Leser, besonders auf Jugendliche und Kinder, und über ein – vielleicht verändertes – Mediennutzungsverhalten der Leser und Zuschauer gesprochen werden. Hierzu laden wir Vertreter der Medien herzlich ein.

Es diskutieren mit den Mitgliedern des Deutschen Presserats:

Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius, Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität München
Joachim von Gottberg, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF)

Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
die Fotografin Gaby Sommer, langjährige Agenturerfahrung als Pressefotografin auch im Ausland

Rudolf Kreitz, Chefredakteur des Kölner EXPRESS
angefragt: Redakteur der BILD-Zeitung

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