Vorstellung unseres Jahresberichts 2017

Am  Mittwoch, den 7. März 2018 um 10 Uhr stellen wir Ihnen in Berlin unseren Jahresbericht 2017 vor. Der Geschäftsführer des Presserats, Herr Lutz Tillmanns und der Sprecher des Presserats Herr Manfred Protze informieren über die Beschwerde- und Sanktionsstatistik des vergangenen Jahres sowie über Trends in unserer Spruchpraxis. Zudem ziehen sie eine erste Bilanz der Richtlinie 12.1 zur Diskriminierung von Straftätern, die der Presserat vor einem Jahr (am 22. März 2017) geändert hat. Zur Anmeldung...  

Beschwerden im Fall Dieter Wedel

Der Presserat prüft derzeit zwei Beschwerden im Fall Dieter Wedel. Sie richten sich gegen die Online-Ausgabe der ZEIT, die über die Artikel im ZEIT-Magazin und der Printausgabe berichtet hatte. Im Kern geht es um den Schutz der Persönlichkeitsrechte Dieter Wedels und um eine mögliche Vorverurteilung. „Wenn wir mit guten Gründen bejahen können, dass die Veröffentlichung der Geschichte von öffentlichem Belang ist, dann muss im Zweifelsfall das private Interesse von Herrn Wedel zurücktreten“, so Presserats-Sprecher Manfred Protze gegenüber dem WDR. „Es ist zu prüfen, mit welcher Sorgfalt die Redaktion nach überprüfbaren Fakten gesucht hat und wie glaubwürdig die Informanten sind.“ 

G20-Fahndungsfotos: Presserat leitet Verfahren ein

Wegen der Veröffentlichung polizeilicher Fahndungsfotos mutmaßlicher G20-Straftäter hat der Presserat ein Verfahren gegen BILD und Hamburger Morgenpost Online eingeleitet. Insgesamt sieben Beschwerden gingen beim Presserat ein, weil die beiden Zeitungen öffentliche Fahndungsfotos der Hamburger Polizei übernommen hatten.

Unter der Überschrift „Polizei sucht diese Krawall-Barbie“ zeigte BILD am 18.12.2017 eine junge blonde Frau und weitere Personen, die während der G20-Proteste in Hamburg randaliert haben sollen. Ein weiterer Leser beschwerte sich beim Presserat, weil die Hamburger Morgenpost in ihrer Online-Ausgabe vom 20.12.2017 Fotos mutmaßlicher G20-Täter veröffentlichte, die sich mittlerweile der Polizei gestellt hatten. 

Der Presserat prüft auf seiner Sitzung am 22.3.2018, ob die Fotos und Artikel gegen den Pressekodex verstoßen. Im Kern geht es dabei um die Frage, ob sie die Persönlichkeitsrechte der mutmaßlichen Straftäter verletzen und ob eine Vorverurteilung vorliegt. Über das Thema berichteten u.a. die taz, meedia und epd.

Im vergangenen September hatte der Deutsche Presserat bereits den Artikel „Gesucht! Wer kennt diese G20-Verbrecher?“ der BILD missbilligt. Der Presserat hatte hierzu elf Beschwerden erhalten, die eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten und einen Medienpranger kritisierten.

Aufgrund des überragenden öffentlichen Interesses an dem Geschehen in Hamburg sah der Presserat damals keinen Verstoß gegen den Schutz der Persönlichkeit nach Ziffer 8 des Kodex. Jedoch verstieß die Art der Darstellung – mit Foto und eingeklinktem Porträtbild – in Verbindung mit dem Fahndungsaufruf gegen den Pressekodex, da die Betroffenen an einen öffentlichen Medienpranger gestellt wurden.

Aktuelles

15. Februar 2018

Vorstellung unseres Jahresberichts am 7. März 2018

Der Deutsche Presserat lädt ein zur Vorstellung seines Jahresberichts 2017

am  Mittwoch, den 7. März 2018

um 10 Uhr im ARD-Hauptstadtstudio,...

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15. Januar 2018

G20-Fahndungsfotos: Presserat leitet Verfahren ein

Wegen der Veröffentlichung polizeilicher Fahndungsfotos gegen mutmaßliche G20-Straftäter hat der Presserat ein Verfahren gegen BILD und Hamburger...

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14. Dezember 2017

Ab 2018: neuer bundeseinheitlicher Presseausweis

Journalisten- und Verlegerverbände geben ab dem 1. Januar 2018 wieder einen bundeseinheitlichen Presseausweis an hauptberufliche Journalistinnen und...

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08. Dezember 2017

Presserat rügt volksverhetzenden Nutzerbeitrag

Der Deutsche Presserat hat auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 5., 6. und 7. Dezember 2017 wegen schwerer Verstöße gegen den Pressekodex vier...

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15. September 2017

Neun Rügen ausgesprochen

Wegen schwerer Verstöße gegen den Pressekodex hat der Presserat auf seinen Sitzungen am 12., 13. und 14. September 2017 insgesamt neun öffentliche...

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Nächste Beschwerdeausschüsse im März 2018

Die Beschwerdeausschüsse des Presserats kommen vom 20.-22. März in Berlin zusammen. Ergebnisse der vorigen Sitzungen finden Sie hier. 

 

Datenbank

Rüge, Missbilligung oder Hinweis, wie hat der Presserat entschieden? Hier können Sie online in der Spruchpraxis des Presserats eine Auswahl an Beschwerdefällen von 1985 bis heute recherchieren.
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