Aktuelles

05. Februar 2016

Debatte über Informationen im Netz

Wie steht es um die Informationsqualität im Netz? Was sagt die Praxis, was die Wissenschaft? Und wie positionieren sich die Regulierungsinstitutionen? Unter dem Titel "Information und Desinformation im Netz" luden am 27.01.2016 Grimme-Institut, die Thüringer Landesmedienanstalt und die...mehr lesen

Landesmedienanstalt Saarland zu einer Diskussionsveranstaltung nach Berlin ein. Mit auf dem Podium saß auch der Geschäftsführer des Deutschen Presserats, Lutz Tillmanns. Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Veranstaltung.

15. Januar 2016

Beschwerden und Anfragen zur Berichterstattung über Köln

Rund zwei Dutzend Beschwerden hat der Presserat in Sachen Berichterstattung über die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln erhalten. Mehrere Beschwerden richten sich gegen das Titelbild der Focus-Ausgabe „Wir klagen an“ vom 8. Januar 2016, das eine nackte Frau mit schwarzen Handabdrücken auf dem...mehr lesen

Körper zeigt, sowie gegen eine Illustration, die auf der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung am 9. Januar 2016 zu sehen war. Sie zeigt, wie eine schwarze Männerhand zwischen zwei weiße Frauenbeine greift. Der Presserat wird die Beschwerden in den nächsten Wochen im Rahmen seines Verfahrens prüfen. Darüber hinaus haben den Presserat diverse Anfragen von Lesern und Redaktionen ereicht, die sich mit Ziffer 12 (Diskriminierungen) und Richtlinie 12.1 (Berichterstattung über Straftaten) des Pressekodex auseinandersetzen.

19. November 2015

Kritik an Paris-Berichterstattung

Die Attentate von Paris beschäftigen auch den Deutschen Presserat. 75 Beschwerden gegen diverse Berichterstattungen über die Ereignisse gingen in den vergangenenen Tagen bislang ein. Die meisten Beschwerden (rund 60) richteten sich gegen eine Aufnahme aus der Konzerthalle in Bataclan, auf der die...mehr lesen

Opfer zu sehen sind. Der Presserat wird die Fälle vor allem mit Blick auf die Ziffern 1, 8 und 11 des Kodex prüfen.

19. Oktober 2015

Beschwerdeausschüsse tagen

Die Beschwerdeausschüsse des Deutschen Presserats tagen am Dienstag, 1.12., sowie am Mittwoch 2.12.2015 in Berlin. Schwerpunkt dieser Sitzungen werden unter anderem Fälle zur Flüchtlingsberichterstattung sein. Die ehrenamtlichen Gremien tagen viermal im Jahr. mehr lesen

r.

07. September 2015

Vorratsdatenspeicherung beeinträchtig Medienfreiheit

Die von der Bundesregierung geplante anlasslose Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt die Presse- und Rundfunkfreiheit. Sie schwächt den Informantenschutz und das Redaktionsgeheimnis. Zu diesem Schluss kommen die wichtigsten deutschen Medienverbände und -unternehmen in einer gemeinsamen...mehr lesen

Stellungnahme an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs seien die geplanten Regelungen nicht in Einklang zu bringen. Durch die Speicherung der Telekommunikationsdaten ließen sich die Kontakte zwischen Redaktionen und ihren Informanten nachvollziehen. Vorgesehen sei in dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zudem die Erhebung von Standortdaten, um Bewegungsprofile anfertigen zu können. „Jede Maßnahme für sich, aber auch deren Verknüpfung ist geeignet, das Vertrauen in den Informantenschutz nachhaltig zu untergraben bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen, was die journalistische Berichterstattungsfreiheit in nicht hinnehmbarem Maße gefährdet“, heißt es in der Stellungnahme wörtlich.

Die Medienorganisationen DJV, dju in ver.di, BDZV, VDZ, VPRT, der Deutsche Presserat und die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF fordern deshalb die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, dem Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung die Zustimmung zu verweigern. Die 22-seitige Stellungnahme wurde am heutigen Montag an den Rechtsausschuss des Bundestags geschickt. Das Gremium wird sich voraussichtlich am 21. September mit der Vorratsdatenspeicherung befassen. In der Anhörung des Rechtsausschusses sollen nach derzeitiger Planung Vertreter der Medien nicht gehört werden.

Die Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung ist auf den Online-Seiten der Medienverbände und -unternehmen zu finden.

Deutscher Presserat, Fritschestr. 27-28, 10585 Berlin

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