Aktuelles

25. März 2014

Datenschutz: Hinweis für Zeitung

Der Ausschuss für den Redaktionsdatenschutz hat einen Hinweis gegen eine Regionalzeitung ausgesprochen. Die Redaktion hatte unter voller Namensnennung über den Prozess gegen einen Grundschullehrer im Verbreitungsgebiet berichtet. Der Mann war wegen sexuellen Missbrauchs in fünf Fällen angeklagt...mehr lesen

gewesen und wurde frei gesprochen. Auch wenn nach Ansicht des Richters vieles dafür gesprochen habe, dass die Vorwürfe stimmten, am Ende habe es an Beweisen gefehlt, heißt es im Artikel weiter. Nach Ansicht des Datenschutz-Ausschusses hat die Zeitung den Schutz der Persönlichkeit des Mannes nicht gewahrt. Seine informationelle Selbstbestimmung wurde verletzt.  Zwar wurde dem Lehrer eine schwere Straftat vorgeworfen, doch er wurde freigesprochen. Der eingetretene Schaden für den Ruf des Mannes sei jedoch hoch, der Name hätte im Artikel anonymisiert werden müssen, urteilte das Presserats-Gremium. Da die Redaktion den Beitrag jedoch nachträglich anonymisiert hatte, sprach der Ausschuss nur einen Hinweis aus.

Der Ausschuss tagte am 24. März 2014. Insgesamt wurden zwei Datenschutz-Fälle behandelt. Neben dem ausgesprochenen Hinweis lag eine weitere Beschwerde gegen eine Regionalzeitung vor, die als unbegründet bewertet wurde.

17. Februar 2014

Mehr Online als Print

Den Presserat erreichen immer mehr Beschwerden gegen  Online-Veröffentlichungen. „In fast 60 Prozent der Fälle, die im vergangenen Jahr 2013 anhand des Pressekodex zu prüfen waren, ging es um Beiträge, Fotos oder Videos auf Online-Seiten von Zeitungen und Zeitschriften. Hier ist über die vergangenen...mehr lesen

Jahre ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen“, sagte Ursula Ernst, Sprecherin des Deutschen Presserats vor der Jahrespressekonferenz am 19. Februar. Insgesamt bleibt der Presserat auch 2013 weiter ein gesuchter Ansprechpartner: 1.347 Menschen wandten an die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse, um redaktionelle Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften und deren Online-Seiten anhand des Kodex prüfen zu lassen. Damit bleibt die Zahl der Beschwerden nach 2012 (1.500) und 2011 (1.323) auch in diesem Jahr auf einem hohen Niveau. Ernst: „Der Presserat ist ein Garant für Qualität im Journalismus und regt durch seine presseethischen Entscheidungen immer wieder die kritische Selbstreflexion in der Medienbranche an.“

Auffallend ist: 2013 erhielt der Presserat  weniger Sammelbeschwerden. Im Jahr 2012 (1.500) sowie auch im Beschwerde-Rekordjahr 2010, als 1.661 Beschwerden eingingen, zogen einzelne Berichterstattungen einen regelrechten Strom von Beschwerden nach sich (2010: Loveparade-Katastrophe mit 245 Beschwerden, Titanic mit „Kirche heute“ mit 200 Beschwerden,  2012: Papst-Cover Titanic mit 180 Beschwerden, Post-von-Wagner-Kolumne mit 70 Beschwerden). 2013 erreichten lediglich 129 Sammelbeschwerden den Presserat, die größte und bekannteste war die gerügte Kolumne in der TAZ zur Wahl des Papstes (49 Beschwerden zur Print- und Online-Veröffentlichung). Darüber hinaus polarisierte eine satirische Postkarte der TITANIC zur Diskussion in der katholischen Kirche um die "Pille danach" (17 Beschwerden) sowie die Berichterstattung "Die Tricks der Optiker" im STERN (23 Beschwerden) und eine Berichterstattung der BILD über die E-Zigarette (9 Beschwerden).

17. Februar 2014

Neue Homepage Online

Die neue Internetseite ist fertig: Mit neuem Design und übersichtlicherer Struktur präsentiert sich der Presserat nun im Netz.
Neu ist der Einstieg für verschiedene Nutzergruppen. Unter "Infos für Journalisten" findet die Presse auf einen Blick Ansprechpartner, Pressemitteilungen, Kodex etc. "Online...

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eren" richtet sich an Nutzer, die tiefer in die Geschichte und Struktur eintauchen wollen. Und unter "Beschwerde einreichen" finden Leser das Beschwerdeformular auf einen Blick.

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