Was ist Redaktionsdatenschutz?

Journalisten arbeiten mit Informationen über Personen. Dabei geht es um Namen, Fotos, Adressen und andere identifizierende Daten. Diese Daten werden recherchiert, gesammelt, in einem Artikel veröffentlicht und schließlich archiviert – in der Regel mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitung. Für den sogenannten Datenschutz in Redaktionen gibt es konkrete rechtliche Vorgaben, die im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und im Rundfunkstaatsvertrag (RStV) geregelt sind.

Dabei sind vor allem zwei Aspekte zu beachten: Zum einen müssen die Redaktionen durch technische und organisatorische Vorkehrungen die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Unverfälschbarkeit der Daten gewährleisten. Auf die Regelungen des BDSG wird in den jeweiligen Landespressegesetzen verwiesen. Zum anderen ist bei der Veröffentlichung personenbezogener Informationen das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen zu wahren. Hier wurde der Pressekodex um einige Datenschutzaspekte ergänzt.

Der Presserat ist an Stelle von staatlichen Aufsichtsbehörden seit 2001 für die Beachtung dieser Regelungen zuständig. Dieses Jahr markierte den Beginn der Freiwilligen Selbstkontrolle Redaktionsdatenschutz beim Presserat. Der Presserat prüft Beschwerden über Redaktionen in einem speziellen Datenschutz-Ausschuss.
Der Pressekodex wurde mit Blick auf den Umgang mit personenbezogenen Daten speziell angepasst.

Großes Gewicht haben auch präventive Schritte: So wurde ein Leitfaden zum Redaktionsdatenschutz entwickelt. Der Presserat organisiert zudem regelmäßige Seminare für Redaktionen und Verlage. Einen umfassenden Überblick bieten die Tätigkeitsberichte zum Redaktionsdatenschutz, die der Presserat regelmäßig heraus gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leitfaden Redaktionsdatenschutz

Datenschutz im Kodex