Jahresberichte & Statistiken

2020: Beschwerderekord beim Deutschen Presserat

Der Deutsche Presserat verzeichnete 2020 so viele Beschwerden wie noch nie: 4.085 Leserinnen und Leser wandten sich an die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Grund für den sprunghaften Anstieg waren u.a. Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln, u.a. über die intensiv diskutierte Polizei-Kolumne in der taz.

Über die Corona-Berichterstattung in Print- und Onlinemedien beschwerten sich 581 Leserinnen und Leser. Die meisten von ihnen hielten den Redaktionen falsche Tatsachenbehauptungen oder unzureichende Recherche vor. Vier der 321 bereits geprüften Fälle wurden gerügt. Bei der überwiegenden Mehrheit lag hingegen kein Verstoß gegen den Pressekodex vor.

Insgesamt verhängte der Presserat aber deutlich häufiger seine schärfste Sanktion: 53 Rügen erteilten die Ausschüsse, das waren 19 mehr als im Vorjahr.

Statistiken 2020

Beschwerden 2020

Beschwerden 2014-2020

Entscheidungen in den Ausschüssen

Sanktionen

Abdrucke öffentlicher Rügen (Stand 23.2.2021)

Die Grafik bezieht sich auf den Stand der Rügenveröffentlichungen bis 23.02.2021. Den aktuellen Stand finden Sie hier: https://www.presserat.de/ruegen-presse-uebersicht.html#2020

Gegen wen richteten sich die Beschwerden?

Entscheidungen über Corona-Beschwerden

Die häufigsten Ziffern bei Corona-Beschwerden