Aus unserer Spruchpraxis

Rassistische und fremdenfeindliche Kommentare waren die Folge

Eine Regionalzeitung berichtet online unter der Überschrift „Polizei: Mauretanier schmeißt Steine gegen Bäderbahn“ über einen Vorfall an einer Bahnstrecke in Norddeutschland. Den Lesern wird damit nahegelegt, die Nationalität des Mannes sei bedeutsam für sein Fehlverhalten.

Eine umfassende Berichterstattung wäre auch ohne ein solches Foto möglich gewesen

Eine Boulevardzeitung veröffentlicht online einen Bericht unter der Überschrift „Mann sticht auf Säugling ein und stürzt vom Balkon“. Ein Leser kritisiert, das dem Artikel beigestellte Foto als unangemessen, da es zeige, wie ein Mensch in die Tiefe stürzt.

Sollen Namensschilder an Millionen Haustüren verschwinden?

Eine Boulevardzeitung macht ihre Titelseite mit der Schlagzeile „Datenschutz-Irrsinn: Unsere Klingel-Schilder sollen weg!“ auf. Ein Leser der Zeitung sieht in der Berichterstattung einen Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht. Die Zeitung betreibe Irreführung.

Ein Leser beschwert sich über Bezeichnung als "Sekte"

Die Deutsche Bahn genehmigt Aktionen der Zeugen Jehovas auf ihren Bahnhöfen. Eine Boulevardzeitung sieht das kritisch.

Eine Lokalzeitung berichtet über einen Brand, der ein Todesopfer gefordert hat und stellt eine Karte dazu, die den genauen Standort des Hauses zeigt.

Dadurch werde der Sensationstourismus öffentlich gefördert und den Angehörigen die Zeit zur Trauer genommen, beschwert sich der Bruder des Todesopfers beim Presserat.